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Gästebuch

zypernhunde

Paul oder  Paulchen oder Pauli oder Hausmeister Krause ist unser Scheckenkater.

Pech hat  er, weil er keine Tarnfarbe hat und seine Scheinangriffe so meist früh  auffliegen.

Wie  kamen wir zu Pauli ÄH .....

Äh... 

Wir hatten  damals ja unsere Schönheit Cindy mit mieser Vergangenheit und unseren Wildfang  Chiara. Damit Chiara einen Spiel- und Weggefährten hat, denn Cindy hatte kein  Interesse an engen Kontakten zu ihr, reifte bei uns der Gedanke, eine weitere  Katze aufzunehmen.

Im Juli 2003 stolperten wir über einen Anzeige in  einem Forum, wo ein junger ausgesetzter Kater dringend ein neues Heim suchte.  Ein Blick auf das Bild und ich dachte, mein allererster Kater, den ich im Jahr  2000 leider gehen lassen musste, sei wieder auferstanden. Sofort nahm ich den  Kontakt auf.

Paulis  Schicksal war sehr traurig, aber er hatte letztendlich Glück. Er wurde in einer  Obstkiste aus einem fahrenden Auto geworfen. Zum Glück wurde das beobachtet und  so konnte er gerettet werden. Man brachte ihn zu einem Hof, weil man wusste,  dass dort eine Frau lebte, die keinem Tier je Hilfe versagen  würde.

 

Sie  schaffte es, den kleinen Kater durchzubringen. Er war etwa 4 Wochen alt und  gesund. Als er 6 Wochen alt war, hörten wir von ihm und fuhren einfach mal hin.  Das war die Erlebnistour schlechthin, weil wir dachten, wir fahren zu einem  kleinen Bauernhof und standen letztendlich vor einem feudalen Gutshof mit  unseren ollen Jeans und altem 2erGolf.

 

Nun gut.  Wir lernten Paulchen kennen. Ich konnte mich davon überzeugen, dass er meinem  verstorbenen Kater nur Äusserlich ähnlich war. Ein kleines Kätzchen, lieb und  verspielt, aber etwas mickrig noch.

 

Wir nahmen  ihn gerne bei uns auf und er verstand sich auf Anhieb mit Chiara. Pauli liebte  unseren Balkon und hockte auch im Winter gerne darauf und starrte die Nachbarn  an. Er bekam den Beinamen "Hausmeister Krause".

 

Pauli war  anfangs gar nicht richtig schmusig. Er schmuste nur gerne in der Küche auf der  Arbeitsplatte. Und da auch nur, wenn eine Topfpflanze direkt vor ihm stand, an  der er sein Köpfchen reiben konnte. Das war völlig durchgeknallt. Aber nun gut.  Es war seine Eigenart.

Nachdem er den Kätzchenpfoten entwachsen war,  mussten wir nicht mehr mit Decke bis zum Kinn und Händen und Füssen bei 30°  unter der Decke schlafen, weil Paul keine Scheinangriffe mehr auf unsere  schlafenden Körper startete.

 

Pauli ist  völlig auf Michael fixiert. Andere können Paul rufen und nix passiert. Michael  braucht nur einmal kurz pfeifen und zack steht der Paul vor ihm. Echt  süß.


Auch  für Pauli änderte sich das Leben im Jahre 2006 durch unseren Umzug aufs Land  völlig. Seine Beförderung von der Wohnungskatze zum Hofkater hielt für ihn eine  völlig neue Welt bereit. Wilde Wettrennen fanden statt mit Chiara. Sie purzelten  draußen über die Weide, kraxelten Bäume hoch und erschreckten die  Esel.

 

Leider  verwickelt er sich auch öfter mit den Streunern der Umgebung in teilweise  heftige Kämpfe. Mehrfach musste er behandelt werden. Er trägt seine Verletzungen  aber mit Würde. Eine Verletzung, die eine OP nach sich zog, ist uns in guter  Erinnerung geblieben. Seine Brust war rasiert und er hatte ein paar Klammern in  seinem Brustbereich. In der Zeit war er nur noch "der Gepiercte".

Paulchen ist nicht ständig dabei so wie Chiara. Er sieht sich hier als  Vorarbeiter. Kontrolliert und nimmt unsere Arbeit ab: Sind die Wasserschüsseln  von Pferden und Eseln gesäubert und frisch gefüllt? Wurden Ställe und Weide  ordentlich abgeäppelt? Wer hat denn den Misthaufen geschichtet? Geht ja gar  nicht. Könnte mal einer die Tenne ausfegen?

 

Fahren wir  mit dem Heu auf der Schubkarre zum Pferde füttern, hockt er gerne oben auf dem  Heu. Kopf in Fahrtrichtung und mit lang ausgestreckten Vorderläufen, Krallen im  Heu, legt er sich super in die Kurve.


Pauli  betreibt auch gerne mal Hofspionage. Rennt zum Nachbarn und guckt und hört sich  an, was da so läuft.

 

Paul ist  aber auch super verwöhnt. Michael kann ihm wenig abschlagen. Ist eben Pauli  und er bekommt öfter mal etwas extra zugesteckt. Mal Lachs, mal Karotten, mal so  und mal das, je nachdem was gerade bei Michael auf dem Teller ist. Na, die  Quittung bekommt er jetzt. Paul fordert nämlich mit ausgestreckter Kralle  Richtung Teller seinen Anteil von seinem Menschenkumpel.

 

Pauli  mutierte als 5jähriger zum Kampfschmuser. In den ersten Lebensjahren hatte er  für diesen Unfug selten Zeit. Jetzt ist er erwachsen und holt all die  Schmuseeinheiten nach, die er in den letzten Jahren nicht erhalten wollte. Wir  genießen es sehr.